Forschung

Am Lehrstuhl Biomaterialien werden verschiedene Modellsysteme proteinbasierter Biopolymere untersucht, darunter Seiden von Spinnen und Insekten und kollagenhaltige Byssusfäden von Muscheln. Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Analyse und Produktion von Peptiden oder Hybridmaterialien. Ausgangspunkt ist dabei stets das Verständnis der molekularen Wechselwirkungen und Assemblierungsmechanismen der zugrunde liegenden Peptide bzw. Proteine, und deren Auswirkung auf die Struktur-Funktionsbeziehung und Materialeigenschaften. Die mimetischen, rekombinant produzierten Proteine werden hinsichtlich ihrer physiko-chemischen Eigenschaften charakterisiert und durch variable Prozessmethoden in verschiedene Materialformen verarbeitet.

Ein interdisziplinäres Team bringt seine Expertise in sechs Arbeitsbereichen ein:

  • Proteinanalytik
  • Molekularbiologie / Moleküldesign
  • rekombinante Proteinproduktion („Weiße Biotechnologie“)
  • Funktionalisierung und Modifikation von Proteinen
  • Prozesstechnik (Spinn-, Guss,-, Beschichtungsverfahren, Mikrofluidik u.a.)
  • Zellbiologie

Aufgrund der morphologischen Variabilität, herausragenden mechanischen Eigenschaften, Biokompatibilität, biologischen Abbaubarkeit und Funktionalisierbarkeit besitzen Biopolymere wie Spinnenseide oder Muschelkollagen ein großes Anwendungspotential. Als Bindeglied zwischen Industrie und (Hochschul)Forschung werden am Lehrstuhl neuartige high-performance Materialien entwickelt und neue technische und medizinische Anwendungen erschlossen. Der Einsatzbereich erstreckt sich u.a. von Filtermaterialien zur Feinstaubfiltration über Spezialtextilien bis hin zu Kosmetikprodukten, Wundversorgung, Implantatbeschichtungen und Wirkstoff-Transportsysteme.


Mit freundlicher finanzieller Unterstützung von:
Europäische Union (EU EFRE) | Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) | Fonds der Chemischen Industrie | Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) | US Army Research Office | Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG)